Bewusstsein

„Allein im Bereich des Bewusstseins ist der Mensch frei, Bewusstsein wiederum ist nur im jeweils gegenwärtigen Augenblick möglich…“ Lew Tolstoi

Garten in IndonesienJeder von uns hat sein eigenes individuelles Bewusstsein, das wohl aufgrund des Körpers existiert.

Es gibt zahlreiche Fragen zum Thema „Bewusstsein“, um die Antwort wird noch heute heftig diskutiert. Was ist das Bewusstsein eigentlich? Wo wohnt das Bewusstsein? Wie entsteht Bewusstsein im Gehirn? Was ist in der Bewusstseinseinbildung wichtig? Was ist das Ich?

Bewusstsein ist im weitesten Sinne das Erleben mentaler Zustände und Prozesse.

Eine allgemein gültige Definition des Begriffes ist aufgrund seines unterschiedlichen Gebrauchs mit verschiedenen Bedeutungen schwer zu formulieren.

In der Philosophie und Naturwissenschaft sind verschieden Aspekte des Bewusstseins zu unterschieden: 

  • Bewusstsein als „belebt-sein“ oder als „beseelt-sein“ in verschiedenen Religionen
  • Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein: Wer etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein
  • Das Ich-Bewusstsein oder Selbstbewusstsein, also das Wissen und die Erkenntnis des eigenen Ich
  • Individualitätsbewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist.

Sobald wir über etwas nachdenken, tun wir dies bewusst – Bewusstsein lässt sich also nicht anzweifeln oder wegdiskutieren.

Diese Erkenntnis fasste Descartes in dem berühmten Satz: „Ich denke, also bin ich“, zusammen.

Sonnenuntergang auf MallorcaEine andere interessante Seite des Bewusstseins ist seine sogenannte Nachtseite. Was passiert mit unserem Bewusstsein, wenn wir schlafen? Ist es dasselbe, das für unsere Träume verantwortlich ist?

Man könnte fast sagen, mein Traum-Ich und mein Tag-Ich seien zwei verschiedene Personen. Doch so verschieden sind sie nun auch wieder nicht – sie teilen ja das gleiche Gehirn. Das gleiche Gehirn in zwei verschiedenen  Bewusstseinszuständen. Bewusstsein ist keine Sache von Alles oder Nichts. In der Nacht durchlaufen wir mehrere Stufen des Bewusstseins.

Im Traum sind wir ähnlich wie im Wachen „naive Realisten“: Wir erleben eine Welt, die wir für die Wirklichkeit halten. Wir erleben etwas im Traum, wir befinden uns in einer erfahrbaren Welt. Diese Welt erleben wir ganz subjektiv als unser Hier und Jetzt. Auch wenn sie nur eine Konstruktion unseres Gehirns ist.

Zum Schluss möchte ich sagen, obwohl es im Bereich des Bewusstseins vielleicht mehr Fragen als Antworten gibt, ist es das Wichtigste, was uns  von den Tieren unterscheidet, uns Individualität bringt und womit wir diese Welt beherrschen.

„Wo die Bewusstheit aufgeht, blüht die schönste Rose;
Genährt mit Liebe, wird sie nie verblühen.“

Wilma Eudenbach (*1959), deutsche Publizistin

Rose

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